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Joballtag

Die ewige Maloche ist ja schon schlimm genug. Viel schlimmer jedoch sind die vielen kleinen und eigentlich berflssigen rgernisse des Broalltags. Doch ab morgen lsst Sie das kalt. Wir haben nmlich mit unseren Experten eine
Strategie gegen jede Nerverei entwickelt.
Immer muss ich die Splmaschine ein- und ausrumen Ihnen ist nach einem Tsschen Kaffee. Doch in der Brokche finden Sie nur Geschirrberge in Hhe des Mount Everest. Bis Sie die Splmaschine angeworfen und auf das Ende des Waschgangs gewartet haben, wird das Heissgetrnk kalt und bitter sein. Gemein!
Strategie: Wenn Sie sich immer wieder erbarmen, den Unrat von Kollegin Meier und Praktikant Sepp zu beseitigen, wird sich nie etwas ndern. Hier hilft nur Hrte. Sollen die faulen Pfeifen doch Schimmelpilze zchten, das geht Ihnen in Zukunft am Arm vorbei. Sie rumen nur ein, was Sie selbst benutzt haben. Bringen Sie sich bei dieser Gelegenheit einen Vorrat an Geschirr mit, das so penetrant hsslich aussieht, dass es ausser Ihnen garantiert niemand benutzen wird.
Jedes Mal ist die Klopapierrolle leer
Auf der Rolle ist nur noch ein lumpiges Blttlein. Nachschub befindet sich im Abstellraum. Am anderen Ende des Flures. Sie denken: Warum immer ich?
Strategie: Glauben Sie nicht, dass die Welt sich bessern wird, wenn Sie Moralpredigten halten. Machen Sie es wie Tausende Camper auf der Welt: Bunkern Sie in Ihrem Bro immer eine Rolle. Die nehmen Sie mit, wenn Sie mssen. So
einfach ist das.
Dauernd ignoriert mich mein Chef
Sie haben hufig das Gefhl, Sie knnten auch zu Hause bleiben. Wann Sie das letzte Mal gelobt wurden? In der Schule, so weit Sie sich erinnern knnen. Sogar die stinkende Tle des Chefs hinterlsst mehr Spuren als Sie.
Strategie: In den Seminaren der Kommunikationstrainerin Mirella Carbonaro klagen Mitarbeiter oft ber das Desinteresse des Chefs, aber: Die Vorgesetzten schtzen sich selbst oft vllig anders ein. Ihr Rat: Schmollen Sie nicht schweigend, sagen Sie Ihrem Chef, was Sie von ihm erwarten. Wer sich anpasst, ndert nichts. Auch eine gute Idee: Legen Sie dem Boss ein Resultat Ihrer Arbeit zur Begutachtung vor. Eine Prsentation zum Beispiel. Dann muss er sich
ussern.
Der Kollege bringt seinen Riesenkter immer mit in das Bro
Es hiess, die Sache sei vorbergehend: nur solange die Schwippschwgerin des Mitarbeiters (die Eigentmerin des Tiers) auf Safari ist. Oder so hnlich. Die Frau ist aber offenbar im Dschungel verschollen. Jedenfalls sabbert ihr stinkendes Monster immer noch Ihre wichtigen Unterlagen voll.
Strategie: Setzen Sie erst mal auf Verstndnis: Vielleicht handelt sichs ja um eine lngere Safari. Vielleicht glaubt aber auch der Kollege, Sie verstnden sich super mit dem Flohmercedes. Dabei bringen Sie doch nur aus Selbstschutz die
ganzen Wurstwaren mit. Erwhnen Sie demnchst beilufig einen asiatischen Freund, dessen Leibspeise Hund in Soja sei… Ihr Kollege wird Ihnen nicht glauben. Aber er wird verstehen. Falls nicht: In den meisten Betrieben ist das
Mitbringen von Haustieren nicht erlaubt. Erkundigen Sie sich mal bei Ihrem Betriebsrat.
Das blde Telefon klingelt dauernd
Schulze, Tach! Der Prosecco is immer noch net bezahlt, nlt der Ihnen absolut unbekannte Herr in der Leitung. Sie finden das bedauerlich. Noch bedauerlicher finden Sie, dass a) Sie davon nichts abbekommen haben und b) dieser Schulze heute morgen schon der fnfte Anrufer ist, der Sie wegen Firlefanz belstigt, mit dem Sie nichts zu tun haben.
Strategie: Quetschen Sie den nchsten Fehlgeleiteten erst mal aus: Wen oder welche Abteilung wollte er sprechen? Hat irgendjemand versehentlich sein Telefon auf Sie umgestellt? Kam der Anrufer ber die Zentrale? Dann steht Ihr Name dort
eventuell ganz oben auf der Liste, und der Mitarbeiter ist zu neu oder zu doof um herauszufinden, wer in der Firma welche Bereiche betreut. Suchen Sie ihn auf und machen Sie ihm klar, wofr Sie zustndig sind. Und vor allem: wofr nicht.
Immer, wenn ich dran bin, zeigt der Kopierer Papierstau an Wie immer, Sie kommen in den Kopierraum und sehen schon die Lampe von Kammer 8 blinken: Papierstau. Und auch der Toner ist wieder alle. Das kann dauern.
Strategie: Schliessen Sie den Toner und die Betriebsanleitung des Kopierers weg. Rufen Sie den Praktikanten zu sich. Loben Sie seinen technischen Sachverstand. Erzhlen Sie, dass Sie dem Chef gern vorschlagen wrden, ihn zueinem Technical Officer zu befrdern. Betonen Sie, dass es sich dabei um eine verantwortungsvolle Aufgabe handelt, fr die ansonsten ein Extra-Mitarbeiter zustndig sei. Verknden Sie spter strahlend, der Chef sei einverstanden, und
berreichen Sie mit bedeutungsschwerer Miene den Schlssel. Der Toner sei zum Schutze vor unsachgemssem Gebrauch in einem Schrank gelagert worden. Und wehe, wenn Praktikant Sepp seinen Job nicht ernst nimmt …
In meinem Zimmer wird nie geputzt Typisch: Bei allen anderen wird sauber gemacht nur bei Ihnen nicht. Das ist
gezielte Schikane!
Strategie: Wenn das Putzpersonal kapituliert, hat das meist einen simplen Grund: Das Chaos ist so gross, dass ein Durch- und Drankommen kaum mglich ist.Mein ganzes Bro versinkt im ChaosRufen Sie manchmal vom Handy aus Ihren Broschreibtisch an, um Ihr Telefon wiederzufinden?
Strategie: Starten Sie umgehend die Aktion Blanke Platte. Das hat nichts mit Ihrem Haupthaar zu tun, sondern mit Selbstorganisation. Zeitmanagement-Papst Professor Lothar J. Seiwert hat diverse Methoden entwickelt, mit denen jeder
Arbeitsplatz wieder leer, jeder Kopf wieder frei wird. .
Nebenan wird jeden Tag gefeiert Gestern war es der Ausstand der alten Sekretrin, heute ist es der Einstand der
neuen. bermorgen hat das Meerschweinchen des Buchhalters Geburtstag, oder die Klimaanlage ist seit einem Jahr installiert einen Grund finden die Bekloppten nebenan immer.
Strategie: Wo ist da das Problem? Rbergehen, mitfeiern. Alle qualmen mir mein Zimmer voll Sie wollen ja kein Miesmacher sein, aber diese hufigen Erstickungsanflle nerven ganz schn.
Strategie: Hat Ihre Firma Filialen in den USA? Dann lassen Sie sich dorthin versetzen. Zu aufwndig? Dann schlagen Sie einen Kompromiss vor: Es darf nur in ungeraden Stunden gequarzt werden: zwischen neun und zehn. Erfahrungsgemss lassen sich die Raucher auf diesen Deal ein.
Der neue Kollege mffelt nach Iltis Mittlerweile freuen Sie sich sogar ber Ihren Schnupfen. Dabei ist der Typ
gegenber eigentlich ein netter Mensch. Und den wollen Sie auf gar keinen Fall verletzen.
Strategie: Heikle Geschichte! Konsultieren Sie jemanden, der sein Vertrauen geniesst. Das kann ein anderer Kollege sein, aber auch seine Freundin. Bitten Sie ihn oder sie, das Thema mal unter vier Augen anzuschneiden. Und dann hoffen Sie
das Beste.

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Wird Ihnen beim Gedanken an einen Vortrag vor groer Runde mulmig im Bauch? Oder wenn Sie pltzlich zum Chef zitiert werden? Immer wieder gibt es im Job Gelegenheiten, in denen man es mit der Angst bekommt. Wir sagen, wie man sie aktiv berwindet.Kaum jemand ist vor ihnen gefeit: Vor Situationen im Job, die einen extrem verunsichern oder sogar Angst machen. Doch auch dann sollte man nicht hektisch werden. Denn Angst ist ein berlebensnotwendiger Instinkt, der uns wachsam machen soll.

Einen Vortrag halten


Situation: Sie sollen einen Vortrag vor vielen Leuten halten und bekommen Panik?
Ihre Strategie: Befassen Sie sich zunchst mit Ihrer Angst, fragen Sie sich, was Ihnen im schlimmsten Fall passieren kann. Besteht Lebensgefahr? Sicher nicht. Also, mit guter Vorbereitung kann kaum etwas schief gehen. ben Sie den Vortrag mehrfach, um Sicherheit zu gewinnen. Visualisieren Sie, wie Sie den Vortrag ruhig und berzeugend halten. Kurz vor Ihrem Auftritt atmen Sie ganz bewut – lenken Ihren Atem bis tief in den Bauch. Extra-Tipp: Halten Sie den Vortrag in derselben Krperhaltung, in der Sie die Rede trainiert haben.

Ein Haufen Arbeit – kein Land in Sicht


Situation: Ihr Chef berhuft Sie mit Arbeit und fordert, dass sie bis abends erledigt sein soll. Sie haben Angst, das Sie das Pensum nicht schaffen. Ihre Strategie: Auch wenn es zunchst schwer fllt: Setzen Sie Grenzen. Teilen Sie
ihrem Chef mit, dass Sie Ihre Arbeit gern machen, bei der Mehrarbeit jedoch andere Sachen liegen bleiben mssen. Fragen Sie ihn dann, welcher Teil der Aufgaben Prioritt und stellen Sie sich einen Plan auf, nach dem Sie vorgehen.
Und dann: Machen Sie kurz eine Pause. Atmen tief durch, um die Katastrophen- Gedanken zu stoppen – und los geht’s.

Pltzlich – ein Chefgesprch

Situation: Sie werden berraschend zum Chef gerufen. Ihnen klopft das Herz bis zum Hals, weil Sie nicht wissen, was er will. Ihre Strategie: Statt in Katastrophen-Stimmung zu geraten, berlegen Sie sich, wie Sie auftreten. Geben
Sie ihm bei berechtigter Kritik Recht und bieten Sie gleichzeitig Mglichkeiten an, wie Sie Ihre Arbeit knftig besser machen knnen. Extra-Tipp: Treten Sie aus der Opferrolle hinaus und definieren Sie einzelne Punkte, die Sie bei Ihrem Chef immer schon mal ansprechen wollten.

Treffen neuer Geschftspartner

Situation: Der erste Termin mit einem neuen Geschftspartner steht an. Sie befrchten, dass Sie keinen Ton herausbringen? Ihre Strategie: Machen Sie sich bewusst, dass es nicht darauf ankommt, klug und viel zu reden, sondern dass Ihr Gegenber sich mit Ihnen wohl fhlt. Das erreichen Sie am Besten, indem Sie Interesse an ihm zeigen. Fragen Sie, wie er in seinen Beruf, oder in die Firma gekommen ist, wie die Reise verlief. Gut sind Themen, die Ihr Partner
ausfhrlich antworten muss. Im Verlauf des Gesprch gewinnen Sie bestimmt mehr Selbstsicherheit.

Neu im Job

Situation: Sie sind neu in einer Firma und unsicher, ob Sie den Anforderungen gewachsen sind – berhaupt die Probezeit berstehen. Ihre Strategie: Machen Sie sich klar, dass man Sie unter vielen Bewerbern gewollt hat. Halten Sie sich
zudem Ihre Erfolge im alten Job vor Augen, das strkt Ihr Selbstbewusstsein. Erlauben Sie sich Fehler, niemand verlangt, dass Sie alles gleich perfekt machen. Fragen Sie, wenn Unklarheiten auftauchen. Und: Freuen Sie sich, dass Sie
jeden Tag etwas dazulernen. Sehen Sie die Probezeit auch als Chance, die Firma unter die Lupe nehmen zu knnen.

Kollegin piesackt permanent – und bekommt keine Gegenwehr

Situation: Seit Wochen nutzt Ihre Kollegin jede Gelegenheit, Sie zu triezen. Und Sie haben Angst, ihr mal die Meinung zu sagen. Ihre Strategie: Machen Sie sich klar, dass Sie ein Recht haben, sich zu wehren. Die gute Arbeitsatmosphre ist
ohnehin gestrt, stille Verzweiflung keine Lsung. Analysieren Sie dann, wie sie schlimmstenfalls reagieren knnte – und ob das langfristig gesehen wirklich Folgen htte. Denn durch eine gezielte Gegenwehr strken Sie Ihr
Selbstbewusstsein und zeigen gleichzeitig Ihre Grenzen auf – die Ihre Kollegin knftig respektiert.

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